Ein Bild entsteht

Bis zu einem strahlenden Blumengesicht ist es ein langer und manchmal im wahrsten Sinne des Wortes steiniger Weg. Denn als Erstes heißt es: Pflanzen sammeln. Meine Blumen, Gräser oder Blätter finde ich am Straßenrand, auf einer Wiese oder auch auf einem alten Bahndamm.

Schon beim Aussuchen der Pflanzen muss ich auf verschiedene Dinge achten. So können z.B. nur trockene Pflanzen verwendet werden. Sind sie noch nass vom Tau oder vom Regen, werden sie später ihre Farben nicht behalten, sondern werden braun und unattraktiv.

Als nächstes werden die Pflanzen getrocknet und gepresst. Zwischen zwei Löschblätter werden die gesammelten Pflanzen ganz vorsichtig eingelegt, diese Löschblätter werden dann wiederum zwischen zwei Pappen gelegt. Danach kommen sie in eine Pflanzenpresse. Der Andruck richtet sich nach der Art der Pflanzen, die man gesammelt hat. Bei sehr zarten Blumen reicht es schon aus, sie unter Steinen oder schweren Katalogen zu pressen. Bei sehr starkem Material kann das bis zu einer Woche dauern. Nur so kann ich sicher sein, dass die gesammelten Blumen ihre Farben lange behalten. Zum Pressen eignen sich leider nicht alle Pflanzen, und man braucht viel Geduld und Erfahrung um herauszufinden, welche Pflanzen verwendet werden können.

Nun ist es so weit. Mit dem reichen Fundus an Pflanzenmaterial kann ich jetzt meine Bilder gestalten. Mit einer Pinzette platziere ich die zarten Blüten oder Blätter auf dem Zeichenkarton, wo sie festgeklebt werden. Die Materialien liefert die Natur, die Fantasie bestimmt die Form - so entstehen einmalige kleine Kunstwerke! Und schöner als die Natur kann kein Maler gestalten. Ob Frühjahr, Sommer oder Herbst, jede Jahreszeit hat die ihr eigenen Farben.

Haben Sie Lust, die Ergebnisse zu betrachten? Schauen Sie doch mal unter "Galerie" rein!